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Japanische Stoffblüten – Kanzashi

Kreation von Faunauge Japasnische Stoffblüten Kanzashi

Was sind Kanzashi?

Kanzashi bezeichnet grob ausgedrückt den traditionellen Kopfschmuck der japanischen Geishas und Maikos. Ursprünglich bestand dieser aus einem verzierten, in die Frisur gesteckten Haarstab, der auch zu Verteidigungszwecken diente. Im Laufe der Zeit wurden die Formen variantenreicher. Die Geschichte der Kanzashi als solches soll bereits vor 3000 Jahren begonnen haben. In der Edo-Zeit (1603-1867) soll die Form der Edo Tsumami Kanzashi entstanden sein, so wie sie auch heute bekannt ist. Die Applikation von gefalteten Blüten gibt dem Kanzashi den Beinamen Tsumami. Die traditionellen Frisuren tragen der Jahreszeit angepassten Blütenschmuck. Jedem Monat wird deshalb eine besondere Blumensorte zugeordnet. Pflaumenblüten stehen beispielsweise für Februar, Kirschblüten (jap.: sakura) für April und Blauregen für Mai.

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Faunauge in der Stadt der Nachtschatten #1 WGT-Anfänge

Nach einem Provisorium nun ein ansehnliches Outfit

Es war einmal…

… ein kleines Mädchen. Das lebte in einer florierenden Stadt, die jedes Jahr zur gleichen Zeit etwas mehr schwarz als den Rest des Jahres trug. Das Mädchen war zu dieser Zeit, nämlich zu Pfingsten, immer aufgeregt, denn ihr großer Bruder brachte viel der schwarzen Farbe mit nach Hause, um des nachts verwandelt auszufliegen. Als das Mädchen größer wurde, musste es von einem Tag auf den anderen eine große Verantwortung übernehmen. Denn sein Bruder hatte plötzlich keine Begleitung mehr für die Streifzüge im Dämmerlicht. Und so kam es, dass sich das kleine Mädchen im wunderschönen schwarzen Tüllrock und samtrotem Mieder, das ihm eine Zauberfee geschenkt hatte, wiederfand und mit seinem Bruder die schwarzen Schwingen ausbreitete und in die Pfingstnächte entschwand.

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Ausstellung im Salon „Christian Born Friseure“

Planung und Bau des Schaufensters

Als ich hörte, dass der Leipziger Friseur Christian Born einen eigenen Salon eröffnet und noch nicht an eine  Schaufenstergestaltung gedacht hatte, schlug ich ihm gleich eine Kooperation vor. Meine Brautaccessoires in einer zu seiner Salonausstattung passenden Auslage. Dazu baute ich selbst (ja, gut, zugegeben mit Ingenieurshilfe) ein Gestell aus Birkenästen und naturbelassenen Holztabletts. Diese legte ich mit grau melierten Filzplatten aus, damit die weißen Schmuckstücke hübsch zur Geltung kommen. Ausstellung im Salon „Christian Born Friseure“ weiterlesen

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Faunauges Brautfascinator bei der Creative World 2016

Brauthaarschmuck in Handarbeit bestehend aus Baumwollblüten, Silberdraht und Federn

Ihr kennt das doch auch: Newsletter über Newsletter trudeln tags- und nachtsüber in den Posteingang und in den Spamordner. Manchmal ist aber etwas brauchbares dabei. So geschehen im Spätherbst 2015. In meinen Mails befand sich eine Werbung für die weltgrößte Kreativmesse in Frankfurt am Main. Diese hatte eine Sonderrubrik: „Hatmaker”. Eingesendet werden konnte jede Art von Hut. Wie es nunmal so ist, der Einsendeschluss war nur noch 14 Tage hin. Für mich hieß das: LOS JETZT, BEEIL‘ DICH!

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Segel setzen!

Herrenhut Dreispitz Schiff

Man sagt, dass man eine Chance bekommt, wenn man gerade nicht an sie denkt. So erging es mir einst auf dem großartigen Festival der Schwarzen Szene in Leipzig, dem Wave Gotik Treffen. Es begab sich, dass ich meinen Lieblingsmetverkäufer (ich gehe seit Jahren am liebsten zu einem Stand auf der Moritzbastei) auf dem Weg von einer Festivallocation zur nächsten in der Straßenbahn traf. Ohne zu wissen, dass ich gerne Hütchen kreiere, erzählte er mir, er bräuchte unbedingt einen großen Schiffshut, wüsste aber nicht, wo man so etwas spezielles fände. Da ich gerade erst an einem kleinen Modell für eine theatrale Modenschau geübt hatte, bot ich an, ihm seinen ganz eigenen, individuellen Schiffshut als Kundenanfertigung zu bauen. Wir trafen uns noch einmal später in der Sixtina, einer Absintherie in Leipzigs City, um alle Einzelheiten zu besprechen. Ich machte mich sofort ans Werk!

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