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Faunauges Brautfascinator bei der Creative World 2016

Brauthaarschmuck in Handarbeit bestehend aus Baumwollblüten, Silberdraht und Federn

Ihr kennt das doch auch: Newsletter über Newsletter trudeln tags- und nachtsüber in den Posteingang und in den Spamordner. Manchmal ist aber etwas brauchbares dabei. So geschehen im Spätherbst 2015. In meinen Mails befand sich eine Werbung für die weltgrößte Kreativmesse in Frankfurt am Main. Diese hatte eine Sonderrubrik: „Hatmaker”. Eingesendet werden konnte jede Art von Hut. Wie es nunmal so ist, der Einsendeschluss war nur noch 14 Tage hin. Für mich hieß das: LOS JETZT, BEEIL‘ DICH!

Erster Schritt

Die Idee war klar, ein Fascinator musste her. Ich schnappte mir Schere, Draht und Zange und fing an zu bauen. Zuerst entstand eine große Blüte aus von Hand gewickelten Silberdrahtblättern. Das hatte ich schon einmal erfolgreich gemacht, doch nun sollte alles noch größer werden als bei meinem ersten Haarkamm mit Silberdrahtblüte.

Vom Hemd zum Blütchen

Dann schnitt ich aus einem weißen, alten, aber gewaschenen Businesshemd viele, nein sehr viele Kreise aus und faltete in meiner aus Japan stammenden Lieblingstechnik schöne Blütenblätter. In die Mitte der Blüten setzte ich ebenfalls aus Silberdraht gewickelte Blütenkelche und Staubblätter.

Base und Federn

Ein richtiger Fascinator braucht aber auch eine richtige Fascinatorbase. Diese nähte ich aus einem auf die passende Größe geschnittenen Filzoval und Ripsband. Darauf wurde ein Haarkamm angebracht und schon konnten Ober- und Unterteil miteinander verbunden werden. Ich hatte noch zahlreiche Federn von einem Gänsemarkt in Wermsdorf, Eskildsen. Dort besorgen wir zwar immer den Familienweihnachstbraten, aber sie bieten dort auch Einzelfedern in ihrer „Daunenstube” an. Meine Federn setzte ich in die Leerräume zwischen Blütenblättern und Fascinatorbase.

Auf nach Frankfurt a.M.!

Das fertige Schmuckstück sendete ich nach Frankfurt a.M. und wurde kurz darauf benachrichtigt, dass mein Fascinator unter die besten Einsendungen gewählt wurde! Ich erreichte zwar nicht die ersten drei der begehrten Plätze, aber gefreut habe ich mich trotzdem wie ein Honigkuchenpferd. Meine gesamte Familie im Schlepptau fuhren wir zur Creative World 2016 und besuchten den Hatmaker-Stand in der riesigen Messehalle. Es war ein herrlicher Tag für Faunauge!

Wieder in Leipzig

Nachdem das Hütchen zu mir nach Leipzig zurückgesendet wurde, arbeitete ich es noch einmal etwas auf. Nun ist es bei einem befreundeten Friseur, bei Christian Born Friseure, im Schaufenster zu bewundern. Ganz in der Nähe des Standesamtes. Ich bin gespannt, welche Braut sich den Fascinator für ihre Hochzeit sichert und dann damit angeben kann, dass sie einen der besten Hüte des Jahres 2016 tragen kann!

© Faunauge