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Faunauges Gothic Style

Ein lustiges Fotoshooting mit Anna M. Bu

Seit 2003 gehört die Schwarze Szene zum Leben von Faunauge. Seit dieser Zeit hat sich mein persönlicher gothic Style um viele Schritte weiterentwickelt. Im folgenden Beitrag erfährst du viel über meine Stilentwicklungen seit meinen ersten Schritten im Reich der Nachschatten.

Faunauges Anfang im Gothic Style

Eigentlich darf man das gar niemandem erzählen. Aber ich erzähle es trotzdem. Angefangen habe ich aus der Not heraus mit einem Kostüm für eine Schultheateraufführung, in der ich einen Vampir spielte. Es bestand aus einem schwarzen Samtrock, einem selbstgenähten roten Samtmieder und einem völlig schiefen Samtumhang. Nun ja, da ich in Nullkommanichts ein Outfit brauchte, weil ich erst wenige Tage vor meinem ersten WGT gefragt wurde, ob ich mitkomme, musste diese Kombi reichen.

Nach einem Provisorium nun ein ansehnlicher gothic style
Das erste richtige Outfit

Die folgenden Jahre

Für das nächste Jahr konnte ich mich länger vorbereiten. Da kamen dann schon eine richtige Satincorsage und ein niedliches Spitzentop mit vielen Knöpfen dazu.
Einige Sachen konnten wir selbst herstellen. Die Röcke zum Beispiel waren von Anfang an selbstgenäht. Den Style, den ich erreichen wollte, fand ich nämlich nicht im Handel. Der Samtrock wurde nach ein paar Jahre durch einen tollen weiten Rock aus Gabardine und Brokat ersetzt. Damit die Röcke auch raumgreifend fielen, trug ich darunter einen Reifrock sowie einen Tüllrock, der jedes Jahr um mehr Meter Tüll erweitert wurde. Durch Kombination mit einer strengen Jacke, Ketten und Federn formte sich mein bisheriges Lieblingsoutfit.

Die Kleider

Meine Kleider waren stets Ensembles aus Röcken und Oberteilen. Zuerst trug ich einen Samtrock. Dieser Rock wurde abgelöst von einem Brokatrock. Später trug ich mal ein schwarzweiß gestreiftes enges Kleid, eine Hommage an Beetlejuice. Daraufhin entschied ich mich ein Jahr für ein enges, sehr schlichtes (das mache ich wohl nicht wieder) Kleid im Mermaid-Schnitt.

Der Kopfschmuck

Jedes Jahr gab es einen neuen Kopfschmuck, auch wenn sich das Outfit mal nicht verändert haben sollte. Aber der gothic Kopfschmuck musste neu sein!
Zuerst fertigte ich mir ein winziges Diadem aus Draht. Schon im folgenden Jahr baute ich einen kleinen Dreispitz. Eine schwarze Krone aus Spitze versuchte ich auch. Sie war zwar schön, stand mir persönlich aber nicht. Deshalb steht sie zum Verkauf. Einen Trauerhut mit Schleier fertigte ich mir zum Mermaid-Kleid. Da ich Fascinator liebe, trug ich viele Jahre einen mit Silberketten und einem Mäuseschädel verzierten Schmuckhut. Dieser Fascinator lässt sich auch hervorragend mit verschiedenen Frisuren und sogar einem Turban kombinieren.

Übergang zum Style in Hosen

Mittlerweile trage ich eine enge schwarze Hose, eine üppig mit Silbernieten bestickte Weste und wechselnden Kopfschmuck. An einem Punkt empfand ich, dass viktorianische Röcke nicht mehr zu meinem Style passte. Der von mir so genannte „Post Punk Posh Goth“-Style erschien mir passender für mich. Ich experimentiere seither mit verschiedenen Einflüssen aus der Punkszene, Vikingkleidung und auch Kulturen anderer Länder.

Freund:innen im Gothic Style

Das schönste am WGT? Liebe Menschen treffen und die Gemeinschaft genießen. Es heißt nicht umsonst Wave Gotik TREFFEN.

© Faunauge